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Nuckelflaschenkaries

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Nuckelflaschenkaries bei Kleinkindern

Seit etwa 30 Jahren kommt es bei Kleinkindern vermehrt zu der sogenannten Nuckelflaschenkaries, auch Nursing-Bottle-Syndrom genannt. Seit dieser Zeit werden gehäuft zuckerhaltige Tees für Kleinkinder beworben, die über Nuckelflaschen oder Schnabeltassen den Kindern angeboten werden. Dieser Zucker wird im Mund zu schädlicher Säure umgewandelt. Auch säurehaltige Getränke, wie z.B. Fruchtsäfte, sollten nur verdünnt ihren Kindern gegeben werden. Die Säure der Früchte schädigt ähnlich wie Zucker die Zähne. Besonders die Milchzähne sind sehr empfindlich gegen diese Säuren.

Durch die fortwährende Umspülung mit süßen oder säurehaltigen Getränken kommt es zu raschen kariösen Zerstörung vor allem der oberen Schneidezähnen. Die unteren Schneidezähne sind durch die Zunge etwas geschützter. Ein Alarmzeichen für Sie sind braune Flecken an den Zähnen: Dies ist eine Vorstufe der Karies!

Verändern Sie nichts am Trinkverhalten ihrer Kinder, breitet sich die schmerzhafte Zerstörung der Zähne im gesamten Gebiss aus. Es ist daher sehr sinnvoll, die Milchzähne gut zu pflegen und zu erhalten, da sie wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne sind.

Um die Bildung der Nuckelflaschenkaries zu verhindern, sollten Sie als Eltern daher folgende Anhaltspunkte beachten:

  • Geben Sie Ihrem Kind die Nuckelflasche oder Schnabeltasse nicht zum Dauernuckeln. Nie sollte das Kind mit der Flasche im Mund einschlafen.
  • Reichen Sie Ihrem Kind von Anfang an nur ungesüßten Tee oder Wasser an.
  • Um einen Gewöhnungseffekt zu verhindern, sollten Saugflaschen oder Schnabeltassen nicht zum Einschlafen oder zur Beruhigung gegeben werden.
  • Trinklernflaschen und Schnabeltassen sollten nur kurzfristig als Übergang zu Tasse angewendet werden. Ebenso sollte das Kleinkind zwischen dem 10. und 12. Lebensmonat das Trinken aus einer Tasse erlernen.
  • Ab dem Erscheinen des ersten Zahnes ist es sinnvoll, die Milchzähne morgens und abends gründlich zu putzen. Eine fluoridhaltige Zahnpasta für Kinder ist zu empfehlen.
  • Nach dem Zähneputzen und vor dem Zubettgehen ist die Gabe von Milch, Tee oder Fruchtsaft zu vermeiden. Als Durstlöscher ist etwas Wasser am besten geeignet.

Wenn Sie sich an diese Grundsätze halten, kann das Auftreten schmerzhafter Karies bei ihrem Kind erfolgreich vermieden werden. Wir empfehlen, die Kinder regelmässig von uns untersuchen zu lassen. Schon im frühen Alter können sich dann Ihre Kinder an uns gewöhnen, und der Zahnarztbesuch ist für diese angenehm.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Familie!

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Zahnarztpraxis für Privat- und Kassenpatienten für Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude, Bremen und Nord-Niedersachsen.

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