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Zahnunfall

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Was tun bei einem Zahnunfall?

Kinder haben die meisten Zahnunfälle. Meist handelt es sich um abgebrochene Ecken eines Zahnes, einen herausgeschlagenen Zahn, eine Verletzung des Zahnfleisches oder der Zunge.

Gerade beim Sport ist das Risiko, einen Zahnunfall zu erleiden, erhöht. Ein Ball, der versehentlich das Gesicht eines Mitspielers trifft. Oder ein Sturz von der Kletterwand. Oft reicht schon einfaches „Toben" aus. Genauso können Zahnunfälle aber auch Resultat einer Meinungsverschiedenheit sein. Selbst ein Faustschlag eines Kindes kann einen Zahn aus seiner Zahnhöhle lösen. Doch nicht nur Kinder haben Zahnunfälle. Im Haushalt passieren viele Unfälle. Ein Sturz vom Küchenstuhl oder vom Obstbaum. In jeder dieser Situationen kann ein Zahn oder die Mundhöhle verletzt werden. Bei Autounfällen werden Zahnunfälle aus Erleichterung darüber, dass nichts Schlimmeres passiert ist, häufig übersehen.

Sollten Sie von einem Zahnunfall betroffen sein, bleiben Sie ruhig!

Allgemein gelten bei einem Unfall des Zahns die selben Richtlinien zur Erstversorgung wie bei jedem anderen Unfall auch.  Häufig blutet die verletzte Person stark. Meist sieht es aber schlimmer aus als es ist. Der Speichel im Mund mischt sich mit dem Blut, so dass selbst eine kleine Blutung schnell wie ein großer Blutverlust wirkt. Wunden im Kopfbereich bluten wesentlich stärker als an anderen Körperteilen. Fühlen Sie sich mit der verletzten Person (häufig Kinder) überfordert, holen Sie sich Hilfe, ohne jedoch die verletzte Person alleine zu lassen.

Beachten Sie speziell bei einem Zahnunfall folgendes: Als erstes sollten Sie die Mundhöhle inspizieren. Hierbei sollten Sie aber wirklich nur schauen und nicht die Finger zu Hilfe nehmen. Es könnten Bakterien und Viren in die Wunde gelangen. Bei der Inspektion achten Sie darauf, ob die Blutungsquelle groß ist. Wichtig ist, ob ein Zahnstück abgebrochen wurde oder ob gar ein ganzer Zahn fehlt. Fehlt ein Zahn, schauen Sie, ob sich dieser Zahn noch in der Mundhöhle befindet oder ausgespuckt wurde. Zähne können wieder eingesetzt werden und anwachsen, wenn Sie einige Regeln beachten: Der einzelne Zahn sollte nicht abgewaschen werden. Hierbei könnte die zarte Zahnwurzel beschädigt werden. Lagern Sie den Zahn feucht. Der beste Ort ist dort, wo der Zahn herkommt: In der Mundhöhle des Verletzten unter der Zunge. Alternativ bekommen Sie in einer Apotheke eine so genannten Zahnrettungsbox. Zahnrettungsboxen enthalten eine natürliche Kochsalzlösung, in die der Zahn gelegt werden kann. Bringen Sie den Zahn möglichst innerhalb von 5 Minuten in die Kochsalzlösung. Hier hat er dann eine Art von Ernährung ähnlich der in der Mundhöhle. Sie erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass wir den Zahn wieder einpflanzen können. Eine Zahnrettungsbox empfiehlt sich besonders für Klassenfahrten und für unfallträchtige Sportarten. Ganz unabhängig davon, ob ein ganzer Zahn herausgefallen ist, sollten Sie uns kontaktieren.

Wir können die Mundhöhle genau untersuchen und feststellen, ob ein Mittel zur Blutstillung auf die blutende Stelle gegeben werden muss. Wir kontrollieren, ob Zähne unnatürlich wackeln. Bei abgeschlagenen Zahnecken können wir meist einen künstlicher Ersatz modellieren. Wir kontrollieren, ob Nerven oder Blutgefäße beschädigt wurden. Wenn wir einen Knochenbruch vermuten, fertigen wir ein Röntgenbild an.  Prophylaktisch verschreiben wir häufig ein Antibiotikum. Durch eine blutende, offene Stelle im Mund können Bakterien in die Blutbahn gelangen und hier eine schwere Erkrankung des Herzen wie z.B. eine Herzklappenentzündung  verursachen. Dem gilt es unbedingt vorzubeugen.

Bei jeder Verletzung in der Mundhöhle ist schon vor Ort eine genaue Inspektion der Mundhöhle erforderlich, um möglicherweise herausgefallene Zähne zu entdecken. Sie sollten sich schon bei kleinen Verletzungen unbedingt an uns wenden, da das Ausmaß einer Verletzung erst im Röntgenbild deutlich wird. Und vor allem bewahren Sie Ruhe! Meistens sieht es schlimmer aus als es ist.

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Zahnarztpraxis für Privat- und Kassenpatienten für Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude, Bremen und Nord-Niedersachsen.

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